[Naturfreunde Brandenburg] Synergasia – ein Solidaritätsprojekt

[Naturfreunde Brandenburg] Synergasia - ein Solidaritätsprojekt

Quelle: [Naturfreunde Brandenburg] Synergasia – ein Solidaritätsprojekt

von Jeanette Rassmann

Synergasia bedeutet Zusammenarbeit – Zusammenarbeit zwischen griechischen Olivenbauern, die gemäß alter Tradition auf den Olivenäckern ihrer Familien arbeiten wollen und deutschen sowie französischen Abnehmern, die das Öl zu seinem wirklichen Wert abnehmen.

Das Projekt soll jungen Frauen und Männern in ihrer Heimat Arbeit und gerechte Entlohnung verschaffen, um eine Abwanderung zu verhindern. Auf längere Sicht gesehen, soll dieses Projekt den Menschen in der gesamten Region helfen.

Zum Verständnis dieses Anliegens sollte man etwas über die Produktion von Olivenöl wissen. Unter Idealbedingungen werden pro Olivenbaum 40kg Oliven geerntet, aus denen man 6 bis 7 kg Öl gewinnt. Auf einer Plantage stehen ca. 100 Bäume- es werden also 600 bis 700kg Öl gewonnen. Eine gewinnorientierte Genossenschaft zahlt für ein Kilogramm kalt gepresstes Olivenöl ca. 2€, woraus sich ein Erlös von 1200 bis 1400€ ergibt. Davon müssen allerdings noch Ausgaben für Düngung, Bewässerung und Ölmühle abgezogen. Weiterlesen

SOS Halkidiki

Nordgriechenland. Ein Ort voller natürlicher Schönheit, voller historischer Spuren, wo ein verzweifelter Kampf geführt wird, während das Land die größten Plünderungen seiner Geschichte erlebt.
Dank der Beihilfe von Politikern mit zweifelhafter Moral hat sich hier das kanadische Unternehmen « Eldorado Gold Corporation » niedergelassen, um aus Griechenland bis 2016 das europäische Goldexportland Nummer Eins zu machen.

Durch Ausnutzung eines beschleunigten Verfahrens ohne öffentliche Ausschreibung, « fast-track » genannt, also entgegen der europäischen Gesetzgebung, hat die griechische Regierung die Minen vom Stratonikosberg in der Region Halkidiki für 11 Millionen Euro verkauft. Die erwartete Rendite der dort vorhandenen Goldvorkommen wird auf 15 bis 20 Milliarden Euro geschätzt! Auf die gleiche Weise wurden tausende Hektar Land, Dörfer, Infrastruktur und Ausrüstung und die Goldabbaugenehmigungen an Eldorado verkauft.

Von der Antike bis heute wurden in dieser Region etwa 33 Millionen Tonnen Golderz abgebaut, doch Eldorado sieht vor in den nächsten 25 Jahren etwa 380 Millionen Tonnen im Tagebau und unter Tage zu gewinnen. Nach dem griechischen Minengesetz, das noch unter der « Militärdiktatur (1967-1974) » verfasst wurde, erhält der Staat keinen Gewinnanteil aus den Minenaktivitäten, der Metallproduktion oder -verarbeitung. Der Staat soll einzig von den wirtschaftlichen Folgen durch erhöhte Lohnsteuereinnahmen, Mehrwertsteuer und Sozialversicherungsbeiträge daran verdienen.Zwei gleichartige Investments sind ebenfalls in den beiden nordgriechischen Regionen Thrace und Kilkis angekündigt, der eindringlichen Warnungen durch Wissenschaftler bezüglich der ökologischen Gefahren einer Minenaktivität zum Trotz.

Die Regierung hatte sich in der Vergangenheit auf Grund der katastrophalen ökologischen und sozialen Folgen gegen Minenaktivitäten in diesen Regionen ausgesprochen. Nun bietet sie jedoch unter skandalösen Bedingungen verschiedenen Unternehmen staatliche Gebiete, bewohnte Gebiete, Quellen, geschützte Wälder etc. zu Spottpreisen zum Verkauf an. Alles begründet durch die Wirtschaftskrise unter Bruch der Verfassung und Verletzung der Menschenrechte. Weiterlesen