[Freitag.de] Die Akte Monsanto

NICK REIMER

Die Akte Monsanto

Fusion Bayer will den US-Saatgutriesen schlucken – trotz der vielen Verfehlungen des Konzerns. Ein Dossier

Aktenzeichen MON 1 / 1940: das Dreckige Dutzend

Olga Mendez Monsanto kann nichts dafür. Es ist überhaupt schwierig, einen Schuldigen zu finden. Don Emmanuel Mendes de Monsanto, der das Geld gab? Oder John Francis Queeny? Von ihm stammt schließlich die Idee.John Francis Queeny gründet 1901 in St. Louis, Missouri, eine Firma, die er nach seiner Frau benennt: Monsanto. Der Schwiegervater zahlt das Startkapital, 5.000 US-Dollar, Francis Queeny leistet sich einen einzigen Angestellten. Dessen Aufgabe: Saccharin herstellen, einen Süßstoff, der heute unter der Bezeichnung E 954 in der Lebensmittelindustrie geführt wird. Später kommen Koffein und der Aromastoff Vanillin dazu. Während des Ersten Weltkrieges macht Queenys Firma erstmals einen Millionenumsatz. Monsanto wird für Investoren interessant, 1927 geht die Firma an die Börse.
Weitere (aktuelle) Informationen zum Thema Monsanto zum Nachhören beim DLF und zum Nachlesen in der Wikipedia …

Code of Survival – sehenswerte Dokumentation

Der Film Code of Survival (Regie Betram Verhaag) ist sehr sehenswert, wie ich gestern im Rahmen einer Veranstaltung von Ökofilm http://www.oekofilm.de/ im Potsdamer Filmmuseum erleben durfte. In diesem Film geht es um die Folgen des Einsatzes von genetisch veränderten Pflanzen und in Folge dessen um den Einsatz (Total-)Herbiziden in der Landwirtschaft (Stichwort: Monsanto, Bayer, …) und es geht aber auch bin diesem Film um landwirtschaftliche Gegenentwürfe aus dem Bereich der ökologischen Landwirtschaft. Also anschauen … Wenn Ihr den Film bei Euch aufführen wollt, dann nehmt doch mal Kontakt auf http://codeofsurvival.com/.

Im Potsdamer Lokalfernsehen PTV gab es am 17.11.2016 zum Film ein Interview mit dem Regisseur Betram Verhaag.

[campact.de] Patente auf Leben stoppen!

Campact.de - Patente auf Leben stoppen!
Campact.de – Patente auf Leben stoppen!

Eine Welt, in der Obst und Gemüse, aber auch Saatgut und Tiere nur noch Monsanto & Co. gehören? Geht es nach dem Europäischen Patentamt, könnte dies bald Wirklichkeit werden. Jusitzminister Heiko Maas muss nun handeln. Er kann verhindern, dass exklusive Patentrechte auf unsere Lebensmittel an Konzerne vergeben werden.

„Immer häufiger patentieren internationale Konzerne konventionell gezüchtetes Obst, Gemüse, Getreide und Tiere. So können sie kontrollieren, was gezüchtet, angebaut, gehalten und gegessen wird und zu welchem Preis es verkauft wird. Schrittweise bilden sie ein Monopol über unsere Ernährung.

Lassen Sie nicht zu, dass Konzerne das Patentrecht weiterhin systematisch missbrauchen: Setzen Sie sich im Verwaltungsrat der Europäischen Patentorganisation und in der Europäischen Union dafür ein, dass keine Patente auf Pflanzen, Tiere und Saatgut mehr erteilt werden!“

Nehmt teil an der Campact-Aktion „Patente auf Leben stoppen!

[DLF] Wie TTIP mit Fakten hantiert

Aus meiner Sicht ein unbedingt lesens- und hörenswerter Radiobeitrag des DLF zum Thema TTIP und Co.

Risikobewertung in der Forschung

TTIP soll das größte Handelsabkommen aller Zeiten werden. Die Beteiligten versprechen: Europäische Standards bleiben unangetastet, Grenzwerte für Giftstoffe werden wissenschaftlich solide ermittelt. Doch was bedeutet das in der Praxis? Schon jetzt gibt es in diesem Bereich ein Kräftemessen um die wissenschaftliche Meinungshoheit.

Von Peter Kreysler

Lest und hört aber bitte selber: http://www.deutschlandfunk.de/risikobewertung-in-der-forschung-wie-ttip-mit-fakten.740.de.html?dram:article_id=327136

 Lesenswert auch die Beiträge zum Thema TTIP auf der jW-Webseite.