[BR IQ] Open Access – Forschungsergebnisse frei zugänglich für jedermann?

Heute wieder ein HörTipp für Euch zum Thema Open Access und Wissensschaft. Hört Euch doch mal in diese Radiosendung vom BR aus der Reihe IQ Wissenschaft und Forschung hinein.

Open Access – Forschungsergebnisse frei zugänglich für jedermann? (16.03.2017)

Die Idee, Forschungsergebnisse konsequent öffentlich frei verfügbar für jedermann zu machen, begrüßen die einen als Befreiung, andere kritisieren Open Access als „Nötigung“ und „kollektive Enteignung“.

Autor der Sendung war / ist Martin Schramm

Bspw. ist BASE, die Bielefeld Academic Search Engine, eine Wissenschaftsuchmaschine welche ‚Open Access‘ als Suchschwerpunkt hat. Ebenso kann MetaGer als Wissenschaftssuchmaschine genutzt werden.

 

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[jW] Alles erlaubt, außer Kommunismus

Demokratie auf westdeutsch: Faschistische Hetze der NPD muss ­weiterhin ertragen werden, nur die KPD bleibt verboten

Von Sebastian Carlens

[jW] Die Bundesrepublik bleibt sich treu: Hier ist jede faschistische Hetze erlaubt, solange sie von Parteien geäußert wird, nur Kommunismus bleibt streng verboten. Das hat das Bundesverfassungsgericht am Dienstag erneut klargestellt und ein Verbot der NPD abgelehnt. Die Richter wiesen den 2013 gestellten Verbotsantrag der Länder im Bundesrat als unbegründet ab. Damit verhinderten sie in Karlsruhe auch den zweiten Anlauf zu einem Verbot der Neonazipartei, nachdem der erste Versuch 2003 »aus Verfahrensgründen« eingestellt worden war: Es hatte sich herausgestellt, dass die Partei auf allen Ebenen mit Spitzeln des Verfassungsschutzes durchsetzt war. »Fehlende Staatsferne«, schlussfolgerte das Verfassungsgericht damals.

Da es der Partei an Wirkmacht mangele, sei ein Verbot nicht nötig, so das Gericht am Dienstag. In seinem knapp 300 Seiten langen Urteil stellte der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts einstimmig fest, dass die NPD zwar wesensverwandt mit dem Nationalsozialismus sei. »Das politische Konzept ist auf die Beseitigung der freiheitlichen demokratischen Grundordnung gerichtet«, heißt es in dem Urteil. Die Idee der »deutschen Volksgemeinschaft«, die Menschen mit ausländischen Wurzeln ausgrenze, verletze die Menschenwürde. Dies und die antisemitische Grundhaltung lasse »deutliche Parallelen zum Nationalsozialismus erkennen«. Das alles genügt den Richtern jedoch nicht: »Es fehlt aber derzeit an konkreten Anhaltspunkten von Gewicht, die es möglich erscheinen lassen, dass ihr Handeln zum Erfolg führt«.

Bitte lest hier weiter https://www.jungewelt.de/2017/01-18/002.php

[Freitag.de] Die Akte Monsanto

NICK REIMER

Die Akte Monsanto

Fusion Bayer will den US-Saatgutriesen schlucken – trotz der vielen Verfehlungen des Konzerns. Ein Dossier

Aktenzeichen MON 1 / 1940: das Dreckige Dutzend

Olga Mendez Monsanto kann nichts dafür. Es ist überhaupt schwierig, einen Schuldigen zu finden. Don Emmanuel Mendes de Monsanto, der das Geld gab? Oder John Francis Queeny? Von ihm stammt schließlich die Idee.John Francis Queeny gründet 1901 in St. Louis, Missouri, eine Firma, die er nach seiner Frau benennt: Monsanto. Der Schwiegervater zahlt das Startkapital, 5.000 US-Dollar, Francis Queeny leistet sich einen einzigen Angestellten. Dessen Aufgabe: Saccharin herstellen, einen Süßstoff, der heute unter der Bezeichnung E 954 in der Lebensmittelindustrie geführt wird. Später kommen Koffein und der Aromastoff Vanillin dazu. Während des Ersten Weltkrieges macht Queenys Firma erstmals einen Millionenumsatz. Monsanto wird für Investoren interessant, 1927 geht die Firma an die Börse.
Weitere (aktuelle) Informationen zum Thema Monsanto zum Nachhören beim DLF und zum Nachlesen in der Wikipedia …

14.12.2016 – Ökofilmgespräche – Grüße aus Fukushima

Das 12. Festival des Natur- und Umweltfilms, die  Ökofilmtour 2017, beginnt am 11. Januar 2017 mit dem Festival-Auftakt im Potsdamer Filmmuseums und die Tournee 2017 beginnt am 17. Januar an der Eberswalder ‚Hochschule für Nachhaltige Entwicklung‚. Die Preisverleihung für das 12. Festival des Natur- und Umweltfilms wird am 26. April 2017 im Potsdamer Hans-Otto-Theater stattfinden. Mehr Infos dazu könnt ihr auf der zugehörigen Webseite des Festivals nachlesen.

Im Rahmen der Ökofilmgespräche wird am 14. Dezember 2016, ab 19 Uhr im Potsdamer Filmmuseum der deutsche Spielfilm „Grüße aus Fukushima“ von Doris Dörrie aus dem Jahr 2016 gezeigt. Im Anschluss wird es ein Filmgespräch mit Sylvia Kotting-Uhl (MdB Bü90/Grüne) geben.

Marie (Rosalie Thomass) fährt für eine Hilfsorganisation nach Fukushima um in den Notunterkünften als Clown ein wenig Heiterkeit zu verbreiten. Dort trifft sie auf die siebzigjährige Geisha Satomi, die zurück in die Sperrzone will. Marie hilft ihr dabei und lernt von Satomi mit Verlust und den Gespenstern der Vergangenheit zu leben. Als Auftakt für die 12. Ökofilmtour von Januar bis April 2017 wird dieser ergreifende und mehrfach ausgezeichnete Film von Doris Dörrie als Plädoyer für die Richtigkeit unseres Atomausstiegs zur Diskussion gestellt.

Quelle: http://www.oekofilmgespraech.de/

Making of von „Grüße aus Fukushima“

[heise.de] Citizenfour-Produzent im Interview: „Für sensible Gespräche sind wir in den Park gegangen“

[heise.de] Für „Citizenfour“ erhielt nicht nur Laura Poitras den Oscar, sondern auch der deutsche Produzent Dirk Wilutzky. Im Interview erzählt er von der Arbeit an der Snowden-Doku und von den Hoffnungen, die er noch in den Film setzt.

Als im Februar der Dokumentarfilm „Citizenfour“ über die Enthüllungen des NSA-Whistleblowers Edward Snowden mit dem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde, ging der Preis nicht nur an Regisseurin Laura Poitras. Mit ihr geehrt wurden auch die Cutterin Mathilde Bonnefoy und ihr Ehemann, Dirk Wilutzky, der Produzent des Films. Im Interview erzählt Wilutzky, wie er zu dem Projekt kam und wie sich durch die Arbeit an dem Film sein Bild des Überwachungskomplexes änderte.

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[jW] Interview mit Heiner Keupp: »›Winner-Kultur‹ setzt sich immer stärker durch«

Gesprochen wird über Erfolge. Wer aber scheitert, der sei selbst schuld. Diese Haltung trägt dazu bei, dass Proteste ausbleiben. Ein Gespräch mit Heiner Keupp

»Und die im Dunklen sieht man nicht.« Unter diesem Titel hielten Sie am Freitag auf dem Armutskongress in Berlin einen Vortrag darüber, warum sich Menschen in prekären Lebenslagen so selten organisieren. Welche Erkenntnisse haben Sie?

Bei den prekär Beschäftigten und Armen sprechen wir von Gruppen, bei denen das Ohnmachtsgefühl besonders stark ausgeprägt ist. Dazu trägt bei, dass sich auch bei uns eine »Winner-Kultur« immer stärker durchsetzt. In den USA ist das schon lange der Fall. Das heißt, man spricht nur über die »Winner«, also die Sieger oder Erfolgreichen. Man erzählt sich gegenseitig, was man alles Tolles hinbekommen hat. Seltener wird darüber gesprochen, dass man vielleicht einmal Unterstützung bräuchte. Auch über die strukturellen Ursachen von Notsituationen wird kaum geredet. Eher wird man persönlich haftbar gemacht, wenn man in einer solchen steckt. Die Ideologie des Neoliberalismus bestärkt das. Ihr zufolge ist jeder seines Glückes Schmied, der einzelne soll sich als »unternehmerisches Selbst« verstehen. Bekommt er dann etwas nicht gut hin, habe er es selbst verbrochen – denn Chancen auf Erfolg würden ja bestehen.

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