Habe Muth …

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung. (Immanuel Kant in Was ist Aufklärung?)

Schon gewusst?

Copernicus is the European Union’s revolutionary Earth Observation and Monitoring programme, looking at our planet and its environment for the ultimate benefit of all European citizens. Thanks to a variety of technologies, from satellites in space to measurement systems on the ground, in the sea and in the air, Copernicus delivers operational data and information services openly and freely in a wide range of application areas. – Quelle: Copernicus EU

Datenzugriff: https://www.copernicus.eu/en/access-data

[Telepolis] Venezuela: Ein Massaker, über das die westliche Welt nicht redet

Quelle: https://www.heise.de/tp/features/Venezuela-Ein-Massaker-ueber-das-die-westliche-Welt-nicht-redet-4320938.html

von Peter Nowak

Vor 30 Jahren ereignete sich der berüchtigte Caracazo, der zum Aufstieg der bolivarianischen Bewegung führte

Hunderte Tote gab es auf den Straßen von Caracas. Viele konnten nicht identifiziert werden. Auch die Zahl der Schwerverletzten ist unbekannt. Nein, das sind keine Nachrichten aus dem Venezuela unserer Tage. Es waren Meldungen vom 27. Februar 1989. Das Massaker in der venezolanischen Hauptstadt ging als „Caracazo“ in die Geschichte ein.

Zuvor hatten Tausende, vor allem aus den Armenvierteln rund um Caracas, gegen massive wirtschaftliche Einschränkungen protestiert, die der gerade wieder gewählte Sozialdemokrat Carlos Andres Perez entgegen seiner Wahlversprechen verkündet hatte. Die Armen, die sowieso nichts mehr zu verlieren hatten, verließen ihre Barrios und protestierten im Zentrum von Venezuela. Dabei gingen auch viele Scheiben von Nobelläden zu Bruch. Die Polizei reagierte mit Massenrepression.

Lest hier weiter: https://www.heise.de/tp/features/Venezuela-Ein-Massaker-ueber-das-die-westliche-Welt-nicht-redet-4320938.html

[jW 25.02.2019] Ökonomie schlägt Pädagogik

»Digitalpakt« ist ein Geschenk für die IT-Industrie und ein Angriff auf das Kindeswohl
Der »Digitalpakt« wird als großer Durchbruch gefeiert, doch der Eindruck täuscht: Nicht alle begrüßen die in der Vorwoche erzielte Einigung. Die Kritiker sind nur nicht vernehmbar in der lärmenden Euphorie. Parteien, Gewerkschaften und Wirtschaftsvertreter scheinen die Absicht zu haben, Kinder künftig durch Studienrat »Dr. Bertelsmann« unterrichten zu lassen (vgl. Spaltentext). »Es ist bereits fünf nach zwölf«, mahnte am Donnerstag der Verband Bildung und Erziehung (VBE), um danach aufzuzählen, was noch alles zu erledigen ist: Zuständigkeiten klären, Ansprechpartner benennen, Prozesse anstoßen, eine Fortbildungsoffensive, neue Lehrpläne etc. Zeit hat man für all das aber nicht, denn es brauche »schnelles und entschiedenes Handeln«. Was auch fehlt, um die neuen Aufgaben zu stemmen, sind: Lehrer. Nie war der Mangel an Pädagogen so groß wie heute.
Lest hier den Artikel in der jungen Welt vom 25.02.2019 weiter.

Lesetipp für Abonnenten der jW

Paul Henri Thiry d’Holbach: System der Natur

… oder von den Gesetzen der Physischen und Moralischen Welt

Kürzlich gab es auf einer / in einer kleinen Freidenker-Mailingliste eine Diskussion zum Thema „Dialektischer Materialismus“. Einer der Teilnehmer verwies in diesem Zusammenhang darauf hin, das es bereits lange vor unserer Zeitrechnung diese „philosophische Strömung“ existierte. Hierbei verwies er auf die sogenannte „Bibel des Materialismus“ hin – Das System der Natur oder Système de la Nature ou Des Loix du Monde Physique et du Monde Moral – geschrieben von Paul Henri Thiry d’Holbach unter „stilistischer Mitarbeit“ am Manuskript von Denis Diderot zum Ende des 18. Jht. Es wurde auf die beiden digitalen Fassungen hingewiesen, welche über die Webseite der Universität Göttingen zu erreichen und zum Nachlesen zur Verfügung ständen.
Hier fiel mir auf, das es auf dieser Webseite der Universität Göttingen noch weitere sehr lesenswerte digitalisierte historische Werke gibt. Bei Interesse schaut doch mal vorbei.

[RBB Kulturradio] Der Anfang vom Nirgendwo

Der Anfang vom Nirgendwo
Von Kaye Mortley

„At the back of Bourke“ sagen Australier, wenn sie „mitten im Nirgendwo“ meinen. Besonders für die weißen Australier ist Bourke Synonym für einen „Nicht-Ort“. Tatsächlich liegt Bourke tief im Landesinneren des Kontinents. Ein Drittel Aborigines wohnen hier. Wenn sie sich in die Wüste hinter Bourke begeben, wandern sie durch Landschaften ihrer Stammesgeschichte. Früher hatten die Ureinwohner Australiens ihre eigene Sprache und Kultur.

Dann kamen Invasion … Kriege … Massaker und Vertreibung. Die Aborigines werden zu Flüchtlingen im eigenen Land. Sie ziehen in die Stadt und verlieren unterwegs einen Teil ihrer kulturellen Identität. Kaye Mortleys akustische Fabel einer Gegend, die sprichwörtlich geworden ist für das „Nirgendwo“, handelt von den Menschen, die an diesem Ort leben und dennoch nicht zählen.

Quelle und zum Nachhören des Features folgt diesem Hyperlinkhttps://www.kulturradio.de

(bis 11.1.2019 verfügbar)

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